Was ist eigentlich „Gesinnungsterrorismus“?

… und was bedeutet er im Zusammenhang mit Tierrechtsforderungen?

Immer mal wieder begegnet einem der Begriff auch in Zusammenhängen, in denen Tierrechtspositionen über ihr Nischendasein hinauswachsen. Sobald eine Tierrechtsforderung stark genug scheint, um auch die breite Masse der Bevölkerung zu berühren, findet sich ein alarmierender Kolumnist oder ein alarmierter Politiker (normale Menschen verwenden ihn eher selten, auch nicht auf Facebook, dazu ist er einfach zu sperrig), der ihn gerne in die „sachliche Auseinandersetzung“ einbringen möchte, die er durch den „Gesinnungsterror“ gefährdet wähnt.

Es finden sich Aussagen wie die, daß die Diskussion „die Grenzen zivilgesellschaftlicher Auseinandersetzung in klarer Weise überschritten“ (Badische Zeitung) habe. (Wodurch?)

Schematisch wird eine ernsthaft begründete Forderung auf ihre unbeholfensten Ausdrucksformen (Morddrohungen, Beleidigungen, etc.) reduziert, um sie gar nicht erst vernunftorientiert erscheinen zu lassen. Aus Bequemlichkeit? Bestenfalls.

Wer aber spricht und fühlt für die Zivilgesellschaft und was macht sie aus? Sind alle Bürgerrechtsbewegungen im Grunde Gesinnungsterror? Oder sind sogar die Grünen nichts anderes als Gesinnungsterroristen? Strafrechtlich relevant scheint der Begriff jedenfalls noch nicht zu sein.