Etymologische Bilder

Ein beliebtes Motiv in der Malerei des ausgehenden 18. und des 19. Jahrhundert waren Jagden. An ihnen konnte das sich wandelnde Verhältnis von Mensch und Natur ebenso wie der Wandel von der feudalen zur bürgerlichen Kultur poetisch dargestellt werden.

In dem Wort „Meute“ sind viele Assoziationen, wie ein unfairer Kampf, Belustigung und exzessive Gewalt präsent.

Während der Hirsch bei Benjamin West damals noch als Ungeheuer gedeutet wird, das den schottischen König Alexander III attackiert, wird heute jeder den Hirsch als Opfer und Helden der Szene anerkennen.

Weitere Beispiele finden sich bei Ridinger, Oudry und de Penne.

Ein wesentlicher Aspekt, der immer noch zentral ist, scheint aber zu sein, daß die Meute ein Individuum (resp. eine Minderheit) braucht, um gezielt hetzen zu können.

Literatur: Ellen Spickernagel, Dem Auge auf die Sprünge helfen, in: Bühler-Dietrich, Weingarten (Hg.): Topos Tier, transcript Verlag, Bielefeld 2015.